ElbeBlogger: Den Moment teilen – schnell und unmittelbar. Wer noch?

Sonntagnachmittag vor zwei Wochen: Es sind 30 Grad Celsius im Schatten, ich sitze auf einer Bank vor der Kirche Parissiale Notre-Dame de l'Espérance in …

Sonntagnachmittag vor zwei Wochen: Es sind 30 Grad Celsius im Schatten, ich sitze auf einer Bank vor der Kirche Parissiale Notre-Dame de l’Espérance in Cannes, mache ein Foto vom Yachthafen und poste es mir der wortwitzigen Zeile „Hier #cannes ich es aushalten.“ auf Instagram. Und Twitter. Fotos von besonderen Momenten in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen ist für mich normal. Gibt es kein Bild auf Instagram, bin ich mir unsicher, ob etwas wirklich passiert ist.

Frommer Wunsch zwischen alter Technik. Manches ändert sich eben nie. 😉 #ElbeBlogger

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Die letzte Bemerkung mag leicht übertrieben sein, sie beschreibt aber gut mein Nutzungsverhalten im vermeintlich sozialen Teil von diesem Internet. Für den beruflichen Trip nach Cannes habe ich, auch in Vorbereitung einer Ende Juli startenden Europa-Reise mit der Ostseegoere, eine sogenannte EU-Flat in einem Berliner Telekom-Geschäft abgeschlossen. Kein Netz wäre ja auch keine Lösung, sondern eher das Problem schlechthin.

Die heutige Station unserer ElbeBlogger-Reise war der Dresdner Altstadt gewidmet und dem LTE-Netz, das die Telekom hier ausgebaut hat. Bis zu 300 MBit/s sind in großen Teilen der Stadt durch die Kombination der Frequenzbänder um 1800 MHz und 2600 MHz möglich. Das Verfahren nennt sich Carrier Aggregation und brachte zumindest mir mit dem LTE-fähigen Samsung Galaxy S6 Edge gute 143,02 MBit/s. Für „Tempo 300“ hätte ich ohnehin ein anderes Smartphone gebraucht, etwa das Samsung Galaxy S5 LTE+.

Im Dresdner Zwinger oder auf den Brühlschen Terrassen trafen wir viele, die mit ihren Smartphones fotografierten. Aber wen auch immer wir ansprachen, niemand lud sofort seine Fotos hoch oder versendete sie, so wie ich das mache und auch heute die ganze Zeit über gemacht habe. Die Gründe waren verschieden. Entweder schreckten die Roaming-Gebühren ab, oder die Bilder sollten später in Ruhe noch bearbeitet und dann über das Hotel-WLAN hochgeladen werden. Andere lehnten es grundsätzlich ab, ihre digitalen Fotos zu veröffentlichen. Leute gibt es manchmal, das glaubt man gar nicht.

Wie gesagt, ein Moment kann mir ja irgendwie auch heilig sein, weshalb der Aufwand, ein Foto unmittelbar hochzuladen, für mich lohnenswert ist. „Glaube mir, Tobias, das schnelle Netz in Dresden wird auch von vielen anderen geschätzt“, bestätigte mein Mit-ElbeBlogger Hubertus Kischkewitz. „So erst vor wenigen Wochen, beim AC/DC-Konzert im Mai, als 90.000 Konzertbesucher die Netzqualität testeten. Die Telekom hat das Netz ausgebaut, weil der Bedarf definitiv da ist.

Nun gut, dass niemand kurz zum mobilen Internet interviewt werden konnte, ist Schade für die Möglichkeiten des mobilen Storytelling, aber so kann ich einem anderen medialen Hobby von mir frönen, der Kuration. Auf Instagram habe ich nämlich doch noch aktuell hochgeladene Fotos von Touristen gefunden, die die Sehenswürdigkeiten Dresdens via Instagram auch anderen zugänglich gemacht haben.

Hier eine kleine Auswahl:

Hallo #Dresden 🙂 #zwinger #dd #familienausflug

A photo posted by @fraupalinka on

Hallo #Dresden 🙂 nice to meet you!

A photo posted by Kasey Alms (@adorkable20) on

#dresden #frauenkirche

A photo posted by @rigadoon on

Dieser Beitrag erschien zuerst im Europa-Blog der Telekom.

Vom 19. Juni bis 3. Juli reise ich im Rahmen eines Projekts der Deutschen Telekom als ElbeBlogger den Fluss entlang. Im Europa-Blog der Telekom findet Ihr meine offiziellen Blogposts, alles andere unter dem Hashtag #ElbeBlogger auf Twitter, Instagram und ab und zu auch auf Google+.


Teaserimage by Tobias Schwarz (CC BY 4.0)