Warum die Aufregung über Googles optimierte Bildersuche?

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  • stefan niggemeier

    ” Wenn ich wissen möchte, wie Stefan Niggemeier aussieht, werde ich, egal ob mit der alten oder neuen Version der Bildersuche, mir nur die Suchergebnisse anschauen. … Als Nutzer finde ich die Optimierung also sehr gut …”

    Ja, was denn nun? Wenn Du eh nur die Suchergebnis-Seite betrachtest, kann Dir die “Optimierung” doch völlig egal sein. Und die ganzen Berechnungen, wie wenig Traffic oder Einnahmen den Fotografen womöglich verloren gehen, lenken doch von der zentralen Frage ab: Warum sollte Google das Recht haben, urheberrechtlich geschützte Fotos auf seiner Seite in voller Größe anzuzeigen? Welchen Wert hat dann überhaupt noch der urheberrechtliche Schutz?

    • Isarmatrose

      Welchen Wert hat denn der urheberrechtliche Schutz bisher? Möchte ich das Bild ungefragt kopieren, ist doch der eine Traffic verursachende Klick keine angemessene Kompensation. Ich finde deshalb, dass sich nicht viel ändert. Und aus der Sicht der Nutzung der Bilder sowieso nicht. Ich gebe zu, dass ich eine subjektive Kritik als Nutzer geäußert habe, steht meines Erachtens klar im Text drin. Über das Verhalten von Google kann objektiv diskutiert werden, aber so empfand ich deinen Text auch nicht und so war meiner nicht gedacht.

    • http://www.sebastianlasse.de/homepage_d/content/wordpress/ Sebastian Lasse

      Die neue Bildersuche von google: Dumm, aber nicht dreist !
      Die Debatte um die google Bildersuche führt (für mich) in die völlig falsche Richtung. Ich habe gar kein Problem mit dem Urheberrecht, denn ich kann ja sehr einfach sagen ob und wie meine Bilder angezeigt werden:
      Wir können google sagen, bestimmte Bilder zu veröffentlichen und andere nicht.
      Wir können also online genau die Entscheidungen treffen, wie offline.
      Und wir können sogar noch sagen, wie gross.
      [ if(navigator.userAgent.toLowerCase().indexOf("googlebot") --> zeige alle Bilder in klein, wie auch immer ]

      Die Anfrage des googlebots ist für mich als Fotojournalist vergleichbar mit der x-ten Anfrage von Bildredakteur y ob es meine Bilder für umme gibt.
      Wo also liegt das Problem – Aus dem echten Leben :
      Wenn bei mir zum Beispiel ein kleines Magazin anruft und *meine Bilder zum Nulltarif haben will* , kommt es für mich auf das Produkt an :
      Wenn es sich z.B. um eine Obdachlosenzeitung handelt, würde ich sagen: Kein Problem, kommt. Wenn es sich z.B. um fragwürdige Blätter, wie politik&kommunikation handelt, dann sag’ ich halt zum Bildredakteur, dessen Lobby-Magazin-Verlag Millionen scheffelt: Leck mich’
      Ob Ihr das am Telefon oder in einer Textdatei tut, ist doch wohl eher zweitrangig. So what ???
      Und wie Ihr es handhabt auch. Im echten Leben, wie im Internet …
      Das ganze als physischen Diebstahl zu bezeichnen ist absurd oder ohne Kenntnis, wie das Internet funktioniert, entstanden. Und wer vergisst, um den Diamantring auf der Wiese ein Haus zu bauen, der darf sich hinterher nicht über einen geklauten Diamantring beschweren.

      Dreist finde ich die Bildersuche nicht, *ABER DUMM:*
      Die Bildersuche wird zu noch mehr Symbolbildern führen, noch weiter weg von journalistischen Kontexten.
      Es wird schwieriger, Bildstrecken zu identifizieren. Die grossen Reportagen, die “Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten” fühlbar machen, werden dadurch “unwichtiger”.
      Die Geschichte kann nicht zwischen den Bildern entstehen und Bilder von Protagonisten im Text machen weniger Sinn.
      Dies sind im wesentlichen meine Kritikpunkte.

  • http://www.sebastianlasse.de/homepage_d/content/wordpress/ Sebastian Lasse

    Bevor ich (“Urheber”) hier auswandere, helfe ich gern noch beim Ausdrucken des Internets für Mißfeldt’s Briefkasten

    • Martin Missfeldt

      Bitte nicht :-)

  • http://www.facebook.com/gameart.hq.7 GameArt HQ

    Warum die Aufregung?

    Weil die Google Besucher nicht wissen von was für Webseiten die Bilder sind und deshalb wegbleiben.

    Ich bin Webmaster einer nicht-Kommerziellen Kunst Seite für die Künstler aus Spaß an der Freud Projekte unter meiner Leitung aufgebaut haben. Von 3200 Besuchern vor dem 24ten Januar blieben jetzt nur noch an die 1050 danach. Die Leute sehen das Bild vo dem schwarzen Google Hintergrund und haben Schiss auf die Seite dahinter zugehen, sind zu faul etc. Früher kamen zig Leute durch google und blieben dann erstmal auf der Seite um sich weitere ähnliche Bilder anzuschauen. Die bleiben nun weg.

    Wäre die Seite kommerziell und ich davon abhängig würde es sie nun nicht mehr geben.

    Derzeit wird die Seiute von mir umgebaut, Google und Bing haben laut Robots. keinen Zutritt mehr und alle über 25000 Bilder die im Goolge Index waren sind nun raus. Allein schon weil google keinerlei Informationen zu den Künstlern liefert + wir Google keinen traffic schenken.

    Wir verzichten nun lieber auf den gesamten Traffic durch Google und arbeiten daran uns unabhängig von den Suchmaschinen zu machen mit zig Forenposts, Social Media gedöhns etc.

    Gruss, Reinhold Hoffmann.

    • Isarmatrose

      Viel Erfolg damit. Ich hoffe, dass ein von Google unabhängiger Weg klappt.

  • http://twitter.com/_Flin_ _Flin_

    Ich schätze Ihre Ansichten üblicherweise, diesmal liegen Sie allerdings völlig daneben.

    Die Verwendung eines Bildes von Google auf ihrer eigenen Seite ist gleichbedeutend mit Diebstahl. Jaja, dingliche Sache, usw. Verstoß gg. das Immaterialgüterrecht und so fort. Schon klar.

    Google macht sich den Inhalt der Website zu eigen, verwendet urheberrechtlich geschützte Werke als Inhalt auf seiner eigenen Seite, und zwar vollständig. Es geht nicht mehr darum, den Nutzer Inhalt finden zu lassen, sondern sich den Inhalt widerrechtlich anzueignen und sich zu eigen zu machen. Der größte Hohn ist ja, dass Google zwar den Nutzer abgreift, die Kosten aber dem Bildanbieter überlässt, weil das Bild vom Zielserver eingebunden wird. Wieso sollte Google die Arbeit fremder Menschen einfach so benutzen dürfen, und ihnen damit sogar direkt und messbar schaden (weniger Nutzer, aktuelle Zahlen von Bild- oder Fotosites melden 60%-75% weniger Besucher)? Wenn man die oben genannten Besucherzahlen von 2150 Besuchern pro Tag einkaufen wollen würde, müsste man schon ganz ordentliche Beträge auf den Tisch legen.

    Und Ihre Meinungen über “das bisschen Traffic” oder “Mehreinnahmen werden damit kaum erzielt” sind einfach nur das. Meinungen. Belege? Quellen? Fakten? Fehlanzeige.

    Sie erwecken den Eindruck, als ob es für Sie vollkommen in Ordnung ist, wenn ein multinationaler Konzern durch die Gegend spaziert und anderen ihre Arbeitsleistung einfach so wegnimmt und für sich verwendet. Ohne Gegenleistung.

    • Isarmatrose

      Danke für das einführende Kompliment, aber ich muss hier einmal etwas klar stellen. Ich habe nie gesagt, dass ich ein Bild aus der Google-Bildsuche dann bei mir einbinde. Meine sehr persönliche Sichtweise war, dass ich als Blogger die Bildsuche gar nicht nutze, gerade weil ich das Urheberrecht nutze. Ich gehe sowieso nicht auf die Seite dahinter, sondern schaue mir nur die Ergebnisse an und wenn ich es mal etwas größer sehen möchte, ist die Optimierung doch gut für mich. Denn was geht verloren? Ein Klick auf der Quellseite, was sicher etwas Geld ausmacht, aber sicher sowieso sehr wenig. Mein Beitrag war sehr persönlich. Hätte ich mich objektiv oder politisch mit der Google-Bildsuche beschäftigt, würde ich Niggemeiers Kritik aufnehmen und sogar noch fortsetzen, den Vergleich mit dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage aber korrigieren. Es scheint eine gewisse Erwartungshaltung zu geben, dass ich wie sonst Artikel schreibe, weshalb ich derartig persönliche Meinungsbeiträge sein lassen werden.

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